5 Dinge, die wir an der veganen Küche lieben

Share this Post

Wir leben nicht, aber lieben die vegane Küche. Auch, weil wir soviel von ihr lernen können. Kulinarisch offen und wach bleiben, um Neues zu entdecken. Vielfältig und gesund. Einfach und frisch. So muss unsere Alltagsküche sein, denn alles andere lässt sich für uns einfach nicht bewerkstelligen. Unsere Inspirationen holen wir dafür häufig aus unserer Region. Wir lieben die österreichische Küche, sind damit aufgewachsen und tief verwurzelt. Da diese aber manchmal recht fleischlastig ist und wir unter der Woche weder die Zeit, noch das Geld haben und es auch nicht für wahnsinnig gesund halten, leihen wir uns so manchen Kniff von der veganen Küche.

Die vegane Küche – ein Trend setzt sich durch

Anfangs war es ein Trend aus England, der in den 40iger Jahren des letzten Jahrtausends aufkam. Dem Herren Donald Watson war der vegetarische Ansatz nicht konsequent genug. Er leitete den Begriff des Vegetariers nicht von “vegetus” (frisch, kraftvoll, lebendig) sondern von dem Wort “vegetable” (Gemüse, Pflanzen) ab. Seither hat der Veganismus einen wahren Siegeszug angetreten und auch wenn prozentuell gesehen die Veganer immer noch in der verschwindenden Minderheit sind, sind sie gerade im Kreise der Ernährungsbewussten am Vormarsch. Und das hat in letzter Konsequenz auch immer Einfluss auf andere Küchen, denn neue Bewegungen bewegen stets in alle Richtungen. Wir finden das gut und staunen und erfreuen uns an den kreativen und schmackhaften Kniffen.

Hier sind unsere Top 5 der Dinge, die wir an der veganen Küche besonders schätzen

1) Achtung vor dem Leben …

Zu allererst, die Achtung vor dem Leben. Wir schenken den Veganern unseren allerhöchsten Respekt, denn auf sämtliche tierische Produkte – nicht nur in der Ernährung, sondern konsequent auch bei Kleidung uä – zu verzichten ist eine Lebenseinstellung und die bewundern. Und auch, wenn wir bestimmt einen anderen Zugang als Veganer zu diesem Thema haben, achten wir auf einen besonders bewussten Zugang. Wir essen wenig Fleisch. Fleisch ist für uns kein Hauptnahrungs-, sondern Genussmittel. Es ist etwas Besonderes. Nichts Alltägliches. Wir kennen die Bauern bei denen wir Fleisch beziehen. Und sollte es mal nicht anders gehen, kaufen wir beim Fleischer unseres Vertrauens. Wir finden dann auch den Gedanken gut, alles zu verwerten. Nichts soll verschwendet werden.

2) Aromen in Kombinationen …

Oh, das schmeckt nach Orange und rote Beete! Wie man kreativ mit dem vermeintlichen Verzicht umgeht und neue kulinarische Ideen verfolgt, finden wir an veganen Gerichten immer wieder spannend. Wie Geschmack intensiviert und Lebensmittel kombiniert werden. Dieser offene und verblüffende Zugang führt oft zu ungewohnt herrlichen Aromen-Kombinationen. Toll, finden wir.

Inspirierende Kombinationen finden wir zum Beispiel …

Orange + rote Beete // Avocado + Heidelbeeren // Erdbeeren + Basilikum + Pfeffer //

3) Die Nuss, ein Mus(s)

Die vegane Küche kommt ohne die Nuss nicht aus. Sie ist Basis für vieles, so auch Milch (wir lieben Mandelmilch!). Sie wird zum gratinieren verwendet, als Würze für Saucen oder – mit wenigen Zutaten verbunden – fungiert die Nuss auch als Ersatz für bspw Mozzarella (ein Rezept für veganen Mozarella findet ihr hier) oder auch Parmesan (Rezept folgt).

Übrigens verwenden wir den Begriff “Nuss” oft ganz falsch – so ist bspw eine Cashew Nuss gar keine Nuss, sondern eine “Cashewfrucht”, die boxerhandschuhförmig am “Cashewapfel” herabhängt. In kaum einem anderen Lebensmittel ist der Anteil an der essentiellen Aminosäure Tryptophan derart hoch wie bei den Cashewkernen. Tryptophan ist ein unerlässlicher Nährstoff bei der Produktion des Neurotransmitters Serotonin, der Depressionen entgegenwirkt. Aber nicht nur die Cashewfrucht, sondern alle anderen Nüsse – ob echt oder unecht – sind wunderbare Energielieferanten, stabilisieren den Zuckerwert und senken den Cholesterinspiegel.

4) Alternative Süßungsmittel für Naschkatzen

Die vegane Küche scheint uns so oft viel offener als unsere. Und obwohl wir so verwurzelt sind in unserer heimischen, traditionellen Küche, picken wir uns gerne die Rosinen der veganen Herangehensweise raus. Und experimentieren auch gerne mit alternativen Süßungsmitteln (hier gibts die Süßungsmittel im Vergleich). Auch, weil sie eine andere Geschmacksdimension mit hineinbringen. So schmeckt Kokosblütenzücker karamellig und samtig, während Dattelsüße (geriebene, getrocknete Datteln) fruchtig und saftig schmeckt. Reissirup nutzen wir gerne tropfenweise über Pancakes oder Desserts – seine goldene Süße erinnert an Ahornsirup. Birkenzucker wählen wir, wenn wir geschmacklich möglichst nahe an den herkömmlichen Industriezucker  heran kommen wollen – oder einen bestimmten Geschmack unterstützen wollen, ohne einen Eigengeschmack mit ins Spiel zu bringen. Jede Alternative – und wir nennen hier nur einige, wenige – verhält sich beim Kochen oder Backen anders und bringt damit auch einen neuen, interessanten Aspekt mit sich …

Tolle Rezepte mit Kokosblütenzucker findet ihr hier

Tolle Rezepte mit Dattelsüße findet ihr hier

Tolle Rezepte mit Reissirup findet ihr hier

Tolle Rezepte mit Birkenzucker findet ihr hier

5) Gar nicht so Pseudo, dieses Getreide

Amaranth, Quinoa, Buchweizen und Co gelten als Pseudogetreide. Unbestritten gesund wie kaum ein “echtes” Getreide. Auch, wenn sie wegen der Gerbstoffe nicht für die ganz jungen Babys geeignet sind und ähnlich wie die Hülsenfrüchte erstmal ordentlich gewaschen werden sollten. Aber gut gesäubert und gequollen sind sie unglaubliche Eiweiß, Mineralstoff und Fett Lieferanten. Sämtliche Pseudogetreide Arten sind übrigens glutenfrei und damit auch bei Zöliakie veträglich.

Ein tolles Rezept für ein Quinoa-Risotto gibts außerdem hier



Hinterlasse einen Kommentar