Rosinenweckerl: Unser ideales Weckerl zu den Rosinen …

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Das Rosinenweckerl begleitet mich schon gefühlt mein ganzes Leben. Sonntags, wenn wir ausgiebiger gefrühstückt haben, gab es machmal auch Rosinenweckerl. Saftig und süß mit einer schönen Krume. So müssen sie sein. So erinnere mich gerne an sie. Irgendwann ist das Rosinenweckerl aus meinem Leben verschwunden. Ich bin in die große Stadt gezogen und hab einfach nie wieder ein ähnliches Backwerk gefunden. Wenn überhaupt waren sie trocken und geschmacklos. Nun ist es so, dass Annika Rosinen liebt – bis heute zählen sie zum liebsten Naschwerk. Davon angeregt habe ich mich erinnert und mich auf die Suche nach einem geeigneten Rezept gemacht. Eines, das meiner Kindheitserinnerung würdig ist. Und ich bin fündig geworden. Wie so oft auf einem unserer liebsten Brotback-Blogs – dem Pötzblog.

Gut Ding braucht Weile: Der Sauerteig Anteil macht es aus.

Da es aber kaum ein Rezept gibt, das wir einfach so übernehmen, habe ich dieses abgewandelt und für Junika aufbereitet. Und wisst ihr was? Jede Sekunde Wartezeit hat sich gelohnt. Sie schmecken genauso wie damals. Ein echter Gewinn dieses Rezept. Grundvoraussetzung ist ein Weizen-Sauerteig Ansatz. Wer sich bis dato noch nicht drüber getraut hat, sollte es für dieses Ergebnis tun. Es ist nicht kompliziert, es dauert einfach. Und zwar etwa 5 Tage.

Aller Sauerteig-Anfang ist gar nicht so schwer

Das Anstellgut für diesen Sauerteig könnt ihr bspw. am Montag starten. Nehmt eine gute Hand Weizenmehl (gerne 1100er, es geht aber auch mit 450er) und mischt sie mit einer guten handvoll lauwarmen Wasser (je etwa 100g). Verrührt das in einer Tupperware – Deckel drauf und 24 Stunden bei Zimmertemperatur warten. Wieder mit Weizenmehl und lauwarmen Wasser füttern, also mit einem Holzlöffel unterrühren. Es sollte eine leicht cremige Konsistenz ergeben. 3-4 Tage wiederholen bis sich eine feine sauere Note gebildet hat und Bläschen entstehen. Am 5. Tag könnt ihr von diesem Anstellgut 5-10 g für euren Sauerteig abnehmen (da ihr ihn frisch angesetzt habt, treibt er noch nicht so gut, daher nehmt ihr etwas mehr, als im Originalrezept angegeben (dort werden 5 g verwendet). Den Rest könnt ihr bis zu einer Woche im Kühlschrank aufheben und dann wieder aktivieren (also mit handvoll Mehl und Wasser anfüttern) und wunderbare Sauerteigbrote backen.

Traut euch, es zahlt sich wirklich aus. Kein Geschmackserlebnis ist vergleichbar.

Eure Junika Mama, Eva

Rezept Rosinenweckerl (etwa 6 Stück, Dauer: 26 Stunden, Backzeit: 20 Minuten, Küchenmaschine empfohlen!)

Weizensauerteig

50g Weizenmehl

50g Milch

5 g Anstellgut

Vorteig

50 g Weizenmehl

50 g Milch

0,1 g Frischgerm/Hefe oder 2 g Trockengerm

Hauptteig

Sauerteig

Vorteig

200 g Weizenmehl 405

40g Kokosblütenzucker

90 g Milch

75 g Butter

2 g Frischgerm/Hefe oder 3 g Trockengerm

1 g Salz

140 g Rosinen/Sultaninen

1 Ei zum Bestreichen

Den Sauerteig- und den Vorteig vermengen und ca. 10 Stunden bei Raumtemperatur und zugedeckt gehen lassen. Dann das Mehl, die Milch, die Germ und das Salz 5 Minuten auf niedrigster Stufe kneten. Im Anschluss die Butter und den Zucker zufügen und weitere 5 Minuten unterkneten. Danach 10 Minuten auf mittlerer Stufe weiterkneten, bis sich der Teig schön von der Schüssel löst. Zum Schluss vorsichtig die Rosinen einkneten. Den Teig über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag den Teig 1 Stunde akklimatisieren lassen, dann in die gewünschte Form rollen und etwa 30 Minuten an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen. Bei 200 Grad Ober-Unterhitze goldbraun backen.

Hier gehts zum Originalrezept

Rosinenweckerl-5



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