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Das kleine Fräulein & Fingerfood – (m)ein Erfahrungsbericht

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Ein wunderbarer Gastbeitrag mit besonders schmackhaften Süßkartoffel-Muffins gibt es heute für euch! Vielen Dank an Anja von Gänseblümchen & Sonnenschein! Viel Spaß damit … und ein schönes Wochenende für euch alle.

Hallo!

Ich möchte mich kurz vorstellen: Mein Name ist Anja und ich bin seit November 2015 Mama (m)eines entzückenden kleinen Fräuleins Sonnenschein, die nun bald 11 Monate alt wird. Zusammen sind wir Gänseblümchen & Sonnenschein – (m)ein Mama Blog aus Salzburg. Ich freue mich riesig, hier auf junika.at einen kleinen Gastbeitrag schreiben zu dürfen und von unserer Erfahrung mit Fingerfood zu berichten.

Das Essen ist nämlich schon seit geraumer Zeit ein riesiges Thema in unserem Leben. Und leider nicht von Anfang an ein heiteres. Die ersten Breiversuche mit 5 Monaten waren eigentlich noch ganz gut. Angefangen mit den Klassikern: Pastinake, Karotte und Co. Ich habe immer selber fleißig püriert, weil es mir wichtig war zu wissen, was mein kleines Mäderl da bekommt. Sie hat alles brav gekostet, aber so richtig viel hat sie von Anfang an nicht gegessen.

So um die Zeit, als sie dann ihre ersten Zähne bekommen hat, war es dann aber leider schon vorbei, denn sie hat komplett verweigert. Eigentlich ging gar nichts mehr, dass von Mamas Hand gekommen ist. (an „Flascherl-geben war übrigens gar nicht zu denken, das habe ich mittlerweile, nach mehr als vier Monaten überhaupt aufgegeben. Wir lassen das eben aus, das Flascherl. Man muss ja nicht überall mitmachen, oder? ;-))

Der Kinderarzt meinte damals nur: Das ist schon okay, sie ist eben ein temperamentvolles Kind und hat keine Zeit für so etwas (Langweiliges) wie Essen. Sie ist noch immer in der Kurve, zwar im unteren Drittel, aber noch ok. Und wir werden das im Auge behalten.Trotzdem ist man als Mama ja besorgt, denn man will ja nicht dass der Nachwuchs verhungert. Ja, okay, das ist sehr unwahrscheinlich, aber mir war eben wichtig, dass sie alle Nährstoffe bekommt, die ihr kleiner Körper braucht.

Ursprünglich wollte ich eigentlich nicht mit BLW (Baby led weaning) bzw Fingerfood anfangen, fand die Vorstellung immer total stressig, dass nach einer Fingerfood-Mahlzeit der Essbereich mehr einem Schlachtfeld gleicht… Bin dann aber irgendwie da reingerutscht und muss sagen, dass es eigentlich gar nicht so schlimm ist/war, wie befürchtet. Meine kleine Maus hat das eigentlich recht rasch hinbekommen. Klar gibt es Speisen die versauen mehr als andere (Pasta mit Tomatensauce oder Linseneintopf zum Beispiel)

Gott sei Dank bin ich dann übers Social Network auf Junika gestoßen. „Das klingt doch mal nach einer guten Idee“, habe ich mir gedacht und hab mir das Buch bestellt. Die Freude war groß, als es im Postkasterl lag und ich hab sofort losgelegt.

Hoch motiviert hab ich mich von vorne bis hinten durch mein neues Lieblings-Kochbuch gekocht. Das kleine Fräulein war ganz zufrieden mit Mamas Ergebnissen, teilweise sogar richtig glücklich!

Natürlich war nicht immer alles nach ihrem Geschmack, beziehungsweise ist es bei Babys ja auch so, dass sich das ständig ändert. Darum ist es auch wichtig, dass man immer wieder die verschiedenen Speisen durchprobiert. Denn was gestern nicht geschmeckt hat, könnte morgen dann der Renner sein.

Unsere All-Time-Favoriten sind aber seit Anfang an:

· Hirselaibchen zum Beispiel, die gehen wie die Feuerwehr. Ich mach sie am liebsten mit Guacamole, denn Avocados gerhören auch zu unserem Lieblingsgemüs

· Nudelpfanne – geht immer und auch noch schnell- in allen möglichen Variationen.

· Mini-Topfen-Kräuter-Knödel

· Dinkelstangerl (haben wir immer in der Wickeltasche!)

· Topfenzipfel mit Fruchtfüllung

Neben der Art zu kochen (Brei oder nicht Brei), muss ich aber auch sagen, dass der Ablauf bei uns sehr wichtig geworden ist. Das kleine Fräulein braucht ihre Regelmäßigkeiten. Das war für Mama von Anfang ehrlich gesagt schon gewöhnungsbedürftig, da ich bisher nicht so der Routine-Typ war. Aber auch Mama lernt dazu. Jetzt haben wir so halbwegs einen Tagesablauf mit fixen Zeiten. Da meine Maus keine riesen Portionen verputzt gibt es daher zu den klassischen Mahlzeiten Frühstück, Mittagessen, Abendessen noch zwei Zwischenmahlzeiten: das 2. Frühstück und eine Nachmittagsjause, plus kleine Snacks, wenn notwendig (Stickwort Dinkelstangerl!) Und natürlich das Gelee Royal des Babylebens: gute Muttermilch, vor dem Schlafengehen und in der Nacht. (Weil das kleine Fräulein eine Flascherlverweigerin ist)

Ich bin sehr froh, dass ich Junika gefunden habe, denn es hat uns wirklich geholfen einen guten Weg zur Ernährung zu finden und mich inspiriert, immer mehr auszuprobieren und meine eigenen Rezepte zu versuchen.

Mittlerweile isst das kleine Fräulein übrigens wie ein Mähdrescher! Und es macht sehr viel Spass zu sehen, dass es ihr schmeckt und sie so eine Freude daran hat. Wir haben es geschafft, mit gesunder Küche, festen Essenzeiten und viel Geduld!

Gerne möchte ich ein Rezept mit euch teilen. Habe letztens beim Gemüsebauern meines Vertrauens Süßkartoffeln entdeckt! Und zwar selbst angebaute! Ja das gibt es – regionale Süßkartoffeln. Das fand ich sensationell. Saisonal und regional, und auch noch gesund! Dieser Muffin ist genau deswegen momentan unser Liebling, eignet sich zum Frühstück, als Zwischendurch-Snack zum Mitnehmen oder zur Jause.

Muffin mit Süßkartoffel und Banane
6 Stück

150g Dinkelmehl
1 Ei
1 Eiweiß
200g pürierter Süßkartoffel
1 Banane
2 TL Zimt
2 TL Chiasamen
1 TL Weinsteinbackpulver

Süßkartoffel mit Schale kochen, schälen, mit Gabel oder Pürierstab pürieren.
Ei trennen und Eiweiß zu Schnee schlagen.
Banane zerdrücken und mit Süßkartoffel mischen, Eigelb dazu geben.
Masse unter Schnee heben. Mehl mit Zimt, Chia und Weinsteinbackpulver mischen und ebenfalls in den Teig einrühren.
In mit Papier ausgelegte Muffinformen füllen und in vorgeheiztem Backrohr bei 180 Grad etwa 15 Minuten backen.

Haltbarkeit: im Kühlschrank 3 Tage, kann man auch einfrieren.



Kommentare

  1. Barbara

    Hallo, das Rezept hört sich gut an und wird bald getestet! Mein Kleiner (im Dez. 2014 geb.) gehört auch zum Typ „Mähdrescher“. Er isst von Anfang an eigentlich alles was man ihm anbietet aber am liebsten Selbstgemachtes wie die Hirselaibchen oder Vollkornbrot mit Butter. Was isst deine Kleine so am Tag/in der Woche? Vielleicht gibt es ein paar Ideen für uns :-) Die eingefrorenen Muffins und Laibchen sind oft sehr einfach serviert und dann vergisst man gerne die Portion extra Gemüse!

  2. Viviane

    Sollten die Chiasamem für dieses Rezept vorher eingeweicht werden? Wenn ja, wie lange? Danke :)

  3. Author
    Junika

    Liebe Viviane, nein diesmal sind die Chiasamen einfach zum dazu geben. ?Gutes Gelingen!

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