Ein Wochenplan – wie praktisch

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Schon lange nehmen wir uns immer wieder vor einen Wochenplan zu erstellen. Es wäre praktischer, einfacher und wahrscheinlich auch günstiger. Leider ist es uns bis heute nicht geglückt. Woran es fehlt, könnten wir nicht mal wirklich beantworten.
Doch nun haben wir neue Inspiration dazu. Für uns und euch! Dank Katharinas Wochenplan, den sie uns in ihrem wunderbaren Gastbeitrag vorstellt, wollen wir dieses Projekt mit neuer Energie angehen. Vielleicht geht es euch genauso? Dann passt mal auf!

Wochenpläne oder Mahlzeitenpläne: Warum spießig das neue cool ist.

Das Thema, das momentan auf meinem Blog die meiste Beachtung bekommt, ist gar nicht mal die Sache mit dem Projekt Zuckerfrei, oder das mit dem Clean Eating – nein, es ist tatsächlich der Wochenplan oder Mahlzeitenplan. Das Spießigste, was Spießertum so hervorbringen kann! Das hätte ich definitiv noch vor ein paar Jahren so gesehen, aber seither ist einiges passiert: Ich bin Mama geworden. (Was so ungefähr die größte Veränderung darstellt, die es im Leben geben kann, finde ich.) Ich habe meinen Bürojob gegen ein Teilzeit-Homeoffice eingetauscht. Und ich habe mich auf einmal in der Situation wiedergefunden, für drei Leute mit unterschiedlichen Mahlzeiten verantwortlich zu sein. Da ich von jeher die Alleinherrschaft in unserer Küche beansprucht habe, macht mir das zwar nichts aus, im Gegenteil, aber es ist eben doch eine neue Herausforderung. Und genau hier kommt der Wochenplan ins Spiel und hilft mir dabei, frisch, ausgewogen und abwechslungsreich zu kochen.
Der letztliche Auslöser, diesen zugegebenermaßen uralten Trick kluger Hausfrauen auch wirklich in die Tat umzusetzen, war Constantin, mein anderthalbjähriger Sohn. Und das kam so: Nach einem aktiven, wirbeligen Tag mit Kita, Spielplatz, Garten oder Wohnungauseinandernehmen hat LittleC. einen Mordshunger. Gern auch schon um halb sechs, wenn wir Großen noch gar nicht an Abendessen denken. Das brachte mich oft in Zugzwang, dann schnell-schnell etwas auf den Tisch zu stellen, und es endete an mindestens jedem zweiten Tag mit Nudeln und Tomatensauce. Den Kleinen stört das sicherlich nicht, wie jedes Kind LIEBT er Nudeln mit Tomatensauce. Aber mich stört es, denn mir ist es wichtig, dass es abwechslungsreiches Essen gibt und dass er viele verschiedene Lebensmittel kennenlernt. Um aus der Nudel-Falle heraus zu kommen, überlegte ich mir, was ich für ihn über die Woche kochen könnte und begann, das auch zu notieren. Dann (weil ich das Pferd ja gern von hinten aufzäume) kam mein Mittagessen dazu, da ich es sonst schlicht vergesse oder zwischen Tür und Angel etwas snacke, im Zweifelsfall auch immer das Gleiche. Dann unser gemeinsames Familienabendessen und final auch noch das Mittagessen für den Liebsten. Und plötzlich lag er da vor mir, ein veritabler Wochenplan. Ich fühlte mich gleichzeitig stolz und erwachsen, aber auch ein bisschen spießig. Egal – spießig ist das neue cool!

Der Wochenplan: Mehr Zeit und weniger Stress
Der Wochenplan ist nämlich in vielerlei Hinsicht ziemlich cool: Er spart Zeit, Nerven und Geld. Der Wochenplan erspart es mir, öfter als höchstens zweimal pro Woche einzukaufen, anstatt wie vorher fast täglich. Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen kann (oder mir endlich mal das ersehnte Bad einlassen kann). Die ewig nervige Frage, was man denn heute kochen soll, hat sich einfach so erledigt: Es steht ja im Plan. Und ich gebe wesentlich weniger Geld aus, da ich einerseits clever planen kann (so gibt es dann beispielsweise zwei Gerichte mit Karotten oder Brokkoli, und es wird nichts verschwendet) und andererseits wirklich nur noch das einkaufe, was wir für die Woche brauchen. Denn ganz klar: Aktuell haben wir ein anderes, weit kleineres Budget als zu der Zeit, in der wir sehr bequem von zwei vollen Gehältern gelebt haben.

So ist unser Wochenplan aufgebaut
Unser Plan umfasst in der Woche ein Gericht mit Fleisch, eins mit Fisch, der Rest ist vegetarisch oder auch vegan. Wir mögen gern Curries, aber natürlich auch Pasta, und beides lässt sich supereinfach mit Gemüse kochen. Dazu dann noch ein Suppen- oder Eintopftag, und schon sind fünf Tage verplant.
Mein Mittag ist in der Regel etwas Leichtes, ein Salat, ein Gemüsegericht oder eine Brotzeit. LittleC. bekommt viel Gemüse, was er glücklicherweise gern isst, und natürlich auch immer mal Nudeln. 😉 Oftmals ist sein Abendessen das, was es auch für uns abends gibt, gegebenenfalls kindgerechter gewürzt, also vor allem weniger oder gar nicht gesalzen. Unser gemeinsames Abendessen ist derzeit die einzige Familienmahlzeit, der Kleine isst dann meist nur noch ein paar Happen. Und am nächsten Tag nimmt mein Mann eine eingetupperte Portion des Abendessens mit ins Büro. Er sagt, dass ihm das so viel lieber sei als ständig mittags in den doch immer gleichen Lokalen das immer Gleiche essen zu gehen. Darüber hinaus spart es eine Menge Geld – siehe oben. Dass seine Kollegen es ähnlich halten, hilft natürlich ungemein.

Auch beim Wochenplan ist Übung alles
Den Plan aufzustellen ist ein wenig wie Fitnesstraining: Am Anfang ungewohnt und anstrengend, nach ein paar Wiederholungen geht es viel leichter von der Hand, und irgendwann ist es eine einfache, fast selbstverständliche Geschichte. Die Inspirationen kommen bei mir aus den verschiedensten Quellen: Aus Blogs, von Pinterest, aus Magazinen oder aus Kochbüchern.
Natürlich habe ich dadurch, dass ich mir meine Zeit frei einteilen kann, einen entscheidenden Vorteil, der es mir leichter macht, diesen Plan auch in die Tat umzusetzen und mal etwas Ausgefalleneres zu kochen. Mein Vorhaben für die nächsten Wochen ist es aber, vor allem einfache, schnelle und sehr feierabendtaugliche Gerichte zu kochen, die nicht länger als vielleicht 30 Minuten dauern. Und mehr Blattgemüse einzubauen, das ist noch meine Schwachstelle…
So ein Wochenplan ist wirklich nicht die Neuerfindung des Rads, das Prinzip wenden viele Menschen erfolgreich an. Aber für viele andere ist es eben doch Neuland, und so habe ich kürzlich damit begonnen, den Plan der jeweils aktuellen Woche auf meinem Blog zu posten, zusammen mit den Links zu den Rezepten, die ich im Internet gefunden habe. Folgt mir also gern dabei und fühlt Euch inspiriert!

  

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Kommentare

  1. Katharina

    Ich glaub, ich sollte auch … Wenn man “gezwungen” ist, jeden Tag was zu kochen, gehen einem doch tatsächlich irgendwann die Ideen aus. So ein Wochenplan sorgt vielleich auch bei uns für Abwechslung und Sparsamkeit 😉
    Vielen Dank für die Inspiration!
    Liebe Grüße
    Katharina

    1. Author
      Junika

      Liebe Katharina, da geht es wirklich allen gleich. Toll, wenn Du dich inspiriert fühlst. Vielleicht ist der Wochenplan tatsächlich ein Ausweg aus dieser “Misere”. Alles Liebe, deine Junika Mamas

  2. Barbara

    Ich habe so einen Wochenplan seit ca. 2 Jahren – mal halte ich mich mehr dran, mal weniger (manchmal bin ich unvorhergesehen unterwegs oder es bleiben Reste, die ich am nächsten Tag noch esse). Aber alles in allem ist es auch bei mir wesentlich zeit- und geldsparender geworden als es vorher war. Und man isst wirklich abwechslungsreicher 🙂
    Liebe Grüße, Barbara

    1. Author
      Junika

      Liebe Barbara, ja, da gehts mir auch so. Aber alles in allem, bin ich wieder voll motiviert 🙂 Alles Liebe, Junika Mama Eva

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