Fertig in 10 Minuten: Apfelnockerl (auch als vegane Variante)

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Gerichte, wie die Apfelnockerl oder Apfelspatzen, wie sie bei uns heißen, die wenig Aufwand bedeuten, aber kulinarisch trotzdem was hermachen, sind mir unter der Woche die liebsten. Nachdem ich mich seit einigen Wochen an einem Wochenplan versuche (und auch tapfer einhalte), ersprare ich mir tatsächlich viel Zeit. Und Geld. Und da das Thema “regional & saisonal” bei uns ohnehin groß geschrieben wird, gibt es zur Zeit viel mit den herbstlichen Äpfeln, die noch so schön golden an den Sommer erinnern.

Der Apfel der Versuchung

Der Apfel galt nicht nur früher als Sinnbild für das Verführerische (wobei, da war wohl eher der Granatapfel gemeint), auch heute noch zählt er zu den beliebtesten Obstsorten. Mit 20.000 Sorten zeigt sich das runde Obst auch noch von der vielfältigen Sorte und wer meint, dass der eine Apfel wie der andere schmeckt irrt gewaltig. Da gibt es die kleinen, zarten, die oftmals mit einer wunderbaren Säure überzeugen. Oder die großen roten, die süß und mollig sind. Der Apfel enthält über 30 Mineralstoffe und Spurenelemente – insbesondere viel Kalium, das den Wasserhaushalt reguliert, und Eisen. Was er noch besonders gut kann? Er regt die Darmtätigkeit an und enthält viel wichtige Folsäure.

Mehr zum Apfel erfahrt ihr hier

Als schnelle Nummer zu Mittag überzeugt er uns Steirer ohnehin oft, die Steiermark gilt ja als das Apfelbundesland Österreichs. Und auch, wenn wir schon seit langem fern der Heimat wohnen – so Apfelnockerl erinnern uns an daheim und trösten über manchen Kilometer hinweg.


Zutaten (3-4 Personen)

300g Mehl
1/4 l Flüssigkeit (bspw. Wasser, Nussmilch oder normale Milch)
30g Butter, zerlassen (Optional Kokosöl)
1 Ei (Optional dazu – die Spatzen werden etwas “runder” im Geschmack)

2-3 Äpfel nach Wahl, klein geschnitten
250ml Apfelmus (selbstgemacht auf Vorrat oder aus dem Glas – gibt es auch zuckerfrei)
Zimt & eine Prise Anis nach Geschmack
etwas Öl oder Butter zum schmoren
Cranberrys oder Rosinen
Mandelblättchen, ohne Fett geröstet

Für die Nockerl die Zutaten rasch in einer Schüssel vermengen – der Teig sollte nicht zu lange ruhen, sonst wird er zäh. Inzwischen einen Topf mit Wasser zum kochen bringen. Durch eine Nockerpresse drücken oder einen Teil der Masse auf das untere Ende eines Brettes geben und mit einem befeuchteten Messer immer wieder kleine Nockerl abschaben und direkt ins kochende Wasser gleiten lassen. Mit etwas Übung gelingt das wunderbar. Die Nockerl sind fertig, wenn sie oben aufschwimmen (etwa 1 Minute).

Die geschnittenen Äpfel mit etwas Butter oder Öl anschmoren lassen und mit den Gewürzen abschmecken, die Cranberrys oder Rosinen dazu geben. Die Nockerl dazu geben und etwas mitrösten, alles mit Apfelmus übergießen und mit den Mandelblättchen bestreuen. Warm genießen.



Kommentare

    1. Author
      Junika

      Warum nicht? Einge gute Idee, gerade bei diesem tristen Wetter, da ist so eine warme Schüssel Apfelnockerl ein willkommener Start in den Tag 🙂

  1. Andrea

    In die apfelspalten , die in Kokosöl geschwenkt wurden, könnte ich mich reinlegen! die gerösteten Mandeln und das Apfelmus dazu sind einfach das Tüpfelchen auf dem i! Leider kam es bei den Girls nicht so gut an – lag vlt auch daran, dass ich vollkornspätzle mit selbst gemahlenem dinkelmehl machte … Waren etwas patzig mit der Menge an Wasser ? ich werde es nochmal mit herkömmlichem weissmehl probieren, vielleicht macht das optisch dann mehr her ?

  2. Pingback: Ein Gedicht dieses Geschicht': Topfen-Apfel-Auflauf - Junika

  3. Martina

    Hab in den Teig auch ein wenig Topfen (Quark) gegeben und statt den Mandelblättchen geröstete geriebene Erdmandeln (von DM Bio) drüber gestreut.
    Alle waren glücklich und zufrieden! Unsere 10 Monate alte Maus hat die ganze Zeit mhmhm, mhmhm zwischen den Bissen gemacht! 🙂 Danke für das schöne Rezept, wird in die Hitliste aufgenommen!

  4. Martina

    … sorry für den Doppelkommentar! Wollte nur was ergänzen … kommt nicht wieder vor! 😉

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