Heidelbeerdonuts

Heidelbeer Donuts – ein Frühstücksexperiment

Share this Post

Ich probiere ja immer wieder gerne was aus und sehr gerne backe und koche ich mit Heidelbeeren. In dem Moment wo ich eine Heidelbeere in den Mund stecke, erwachen in mir so viele Kindheitserinnerungen. Nicht nur schöne, denn besonders gerne bin ich nicht in den Heidelbeerhängen der umliegenden Wälder rumgeklettert, um die blauen Beeren zu riffeln. (Wie so ein Riffel aussieht, findet ihr hier.) Aber ich erinnere mich eben auch an den Duft des blubbernden Heidelbeersaftes, der fruchtigen Heidelbeermarmelade oder des süßen Heidelbeerstrudels im Backrohr. Meine Mutter hat sehr viel selbst gemacht. Als Kind konnte ich das gar nicht so schätzen, wie ich das heute im nachhinein tue, ebenso wenig wie die gesunden Kräfte, die in der kleinen Beere stecken.

Die vielen Vorzüge der Heidelbeere

Die kleinen blauen Wunder stecken voller sekundärer Pflanzenstoffe wie Polyphenolen, das sind Radikalfänger, die reaktionsfreudige Moleküle stoppen. Die wiederum schädigen Zellen und beschleunigen Alterungsprozesse. Auch an Entzündungen im Körper sind sie beteiligt. Wenn es im Körper ein Ungleichgewicht gibt und damit zu viele freie Radikale, kann das im allerschlimmsten Fall auch schwere Krankheiten auslösen.

Unter der Schale der Heidelbeere stecken so genannte Anthocyane, das sind die roten und blauen Pflanzenfarbstoffe, die ebenfalls zu den sekundären Pflanzenstoffen gezählt werden. In den Beeren aus dem Wald, als denen, die ich mit meiner Mutter gesammelt habe, stecken mehr als in den Kulturheidelbeeren, die wir heute zu kaufen bekommen. Die Heidelbeere weist ein sehr hohes antioxidatives Potenzial auf und lässt Honigmelonen und auch andere Beeren wie Himbeeren und Erdbeeren ganz schön alt daneben aussehen. Lediglich die Gojibeere und die Aronia sollen mehr Radikalfänger aufweisen.

Und es steckt noch mehr in dieser Beere

Die Heidelbeere ist nämlich auch reich an primären Pflanzenstoffen, wie Eisen, Kalium, Folsäure, Zink und Vitamin C. Gerbstoffe (Tannine) haben eine entzündungshemmende Wirkung und schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die blauen Beeren gelten als Blutzucker regulierend und sollen auch den Cholesterinspiegel senken helfen. Gegen Durchfall helfen sie in getrockneter Form, während sie frisch eher als abführend gelten. Und dabei bringen diese kleinen Wunderbeeren ledigllich 43 Kcal/100 Gramm mit. Ist das nicht wunderbar? Also, ab in den nächsten Wald und sammeln!

Rezepte ausprobieren macht Spaß

Ich probiere wahnsinnig gerne neue Rezepte aus! Experimente machen mir Spaß und auch wenn sie mal nicht gelingen, finde ich das gar nicht schlimm. Hauptsache eine Idee wurde probiert und manchmal wird es ja auch ganz besonders lecker. Experimentiert ihr auch so gerne?

Mein Mann kam vor kurzem mit einem Jamie Oliver Kochbuch nach Hause. Er hat es mir von einer lieben Kollegin mitgebracht, die mir eine Freude machen wollte. Es titelt „Genial gesund, Superfood for Family & Friends“. Das Buch ist in verschiedene Kategorien aufgeteilt. Unter anderen ist da auch die Kategorie Frühstück und was soll ich sagen … Es war Samstag, vor mir ein Foto voller Heidelbeeren, ich hatte welche da und plötzlich Lust meinen Lieben ein besonderes Frühstück zu bereiten. Das Rezept ist mit einer Dauer von 35 Minuten angegeben, das ist mir bei weitem nicht gelungen. Kann aber auch sein, dass es daran lag, dass ich nicht alle Zutaten da hatte und erst mal ein wenig rumprobieren musste, bis ich die Zutaten und in weiterer Folge den Teig beisammen hatte. Also nehmt euch besser ein wenig mehr Zeit!

Frühstücks-Donuts mit Heidelbeeren & Joghurt für 4 Personen

100 g Datteln entsteint

150 g Dinkelkuchenmehl (im Original sind 100 g Mehl angegeben)

50 g Kokosmehl (im Original sind 100 g Vollkornmehl angegeben, ich hatte keines da)

10 g Weinsteinbackpulver (im Original 8 g Backpulver)

30 g Dattelsüße (im Original sind es gemahlene Mandeln, hatte ich auch keine)

40 ml Wasser

2 Eier (im Original ist es 1 großes Ei)

Kokosöl (im Original ist es Olivenöl)

375 g Heidelbeeren (im Original 320 g)

1 EL Ahornsirup oder für kleinere Kinder Reissirup (im Original 1 EL Honig)

4 EL griechischer Joghurt

Die beiden Mehlsorten mit der Dattelsüße und dem Backpulver vermischen. Gemeinsam mit den Datteln, den zwei Eiern und 40 ml Wasser in die Küchenmaschine geben. Zu einem geschmeidigen Teig mixen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1,5 cm dick ausrollen und mit einem Glas von etwa 8 cm Durchmesser Kreise ausstechen. In der Mitte dieser Kreise wieder kleinere Kreise ausstechen, ich habe die Rolle einer Frischhaltefolie genommen, das hat von der Größe gut gepasst. Die Mittelstücke habe ich dann wieder verknetet und den Prozess wiederholt.

In einem Topf Wasser zum köcheln bringen. Da kommen die Donuts nun rein, für ca. 5 Minuten. Dabei werden sie nach etwa der Hälfte der Zeit vorsichtig gewendet. In einer großen Pfanne nun Kokosöl auf mittlere Hitze bringen und die gut abgetropften Donuts darin etwa 10 Minuten beidseitig bräunen lassen. Wenn sich eine Kruste gebildet hat, kommen die Heidelbeeren und der Ahornsirup dazu. Die Heidelbeeren platzen und geben wundbar intensiven Saft ab, mit dem man die Donuts immer wieder übergießt. Wenn diese schön lila sind, werden sie mit dem Joghurt auf einem Teller angerichtet und fertig ist euer besonderes Frühstück.

Bei uns wurden sie von allen Familienmitgliedern mit Begeisterung aufgegessen! Sie waren nicht so fluffig wie man sich Donuts gemeinhin vorstellt, aber das mag an meinen aus der Not getroffenen Veränderungen herrühren. Köstlich waren sie trotzdem und wir werden sie sicher wieder essen!

Ich freue mich auf eure Erfahrungen!

Alles Liebe,

eure Junika-Mama Manu

 



Kommentare

  1. Ronja

    Hallo Manu,

    wie immer tolle Infos von dir. Bzgl. des Aronia hätte ich mal eine Frage: Und zwar liest man ja immer wieder von der antioxidativen Wirkung bzw., dass Aronia im Kampf gegen die ach so bösen freien Radikale sehr gut sein soll. Wo ich mir aber unsicher bin ist, in welcher Form man das dann zu sich nehmen sollte? Ich meine, es gibt von Kapseln und Tabletten über Shampoos und Cremes, sogar bis hin zu Schokolade, lauter Produkte die alle das gleiche versprechen. Nun kann ich mir aber kaum vorstellen, dass die Wirkung beim Schokolade futtern die Gleiche ist, wie wenn man sich bspw. hoch konzentriertes Pulver oder so kauft.

    Kannst du dazu einen Tipp geben? Oder sonst jemand? Ich tendiere momentan dazu, mir eher ein richtiges Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen. Auch hier gib es aber viele Unterschiede. Gibt es irgendeinen bestimmten Wert auf den man achten sollte? Muss es BIO sein?? Fragen über Fragen, sorry… :)

    Wenn ich es selbst entscheide, dann werde ich wohl diese Kapseln hier kaufen: XXXLink ersetztXXX
    Lasse mich aber gerne noch eines besseren belehren!!!

    Liebste Grüße und vielen Dank,
    Ronja

    1. Author
      Junika

      Hallo Ronja,

      ich glaube ein absolutes „richtig“ oder „falsch“ gibt es nicht. Deinen Link musste ich ersetzen, weil wir keine „Werbung“ machen wollen für Nahrungsergänzungsmittel oder ähnliches… Die antioxidativen Wirkweisen von Aronia gibt es auch in vielen anderen Pflanzen wie eben auch Heidelbeeren. Ansonsten ist vielleicht Pulver am einfachsten zu verarbeiten.

      Liebe Grüße Manu

Hinterlasse einen Kommentar