Käsige Polentafladen

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Zwei Drittel der Familie liebt Käse. Den weichen und harten, den jungen und alten. Am liebsten aber den geschmolzenen – dann liebt ihn sogar Annika. Am Wochenende waren wir bei Freunden in Oberösterreich. Dort wo der Ententeich in Sichtweite und der Bauernhofladen die Anlaufstelle für Alltägliches ist. Wir lieben die Atmosphäre und wenn wir nach Hause in die große Stadt fahren, sind wir immer auch etwas wehmütig. Ein Kofferraum voller leckerer Sachen hilft dann über den Trennungsschmerz hinweg. Ich kaufe immer mit Lust und weit mehr, als der Magen eigentlich verträgt. Das dunkle, herbe Sauerteigbrot. Der helle, saftige Striezel. Der unvergleichliche Rinder-Rohschinken. Und natürlich auch den milden Heu-Käse.

Auch wenn Milchprodukte etwas in Verruf geraten sind, genießen wir sie. Nicht in Massen, sondern in Maßen. Und wenn sie dann noch vom Bauern nebenan erzeugt wurden, umso lieber und genussvoller. Leider war mein Auge beim letzten Einkauf etwas größer, als der Verstand. So habe ich ein Käse-Eck erworben, das wohl den täglichen Käsebedarf eines Monats abdecken würde. Nun gut – was tun?

Unser Tipp 1: Käse lässt sich hervorragend einfrieren und lässt sich so locker 4 Monate auf bevorraten. Wenn man ihn benötigt, einfach im Kühlschrank auftauen lassen.

Unser Tipp 2: Diese köstlichen, sündigen und einfach unwiderstehlich käsigen Polentafladen backen. Man benötigt dafür einen kleinen Anteil Sauerteig, wie man den ansetzt, haben wir hier schon erklärt. Etwas Geduld braucht man, aber es ist wirklich keine Hexerei.

Käsige Polentafladen (2 mittelgroße Fladen)

Roggensauerteig

30 g Vollkorn-Roggenmehl
30 g Wasser
10 g Anstellgut

Kochstück

90 g Maisgrieß
360 g Wasser
Prise Salz

Hauptteig

Sauerteig
Kochstück
80 g Mehl (gerne Dinkel)
ca. 100-150 g Käse (gewürfelt)

Die Sauerteigzutaten vermengen und 12 Stunden bei Zimmertemperatur in der Tupperware reifen lassen. Die Kochstückzutaten zu einem festen Brei aufkochen.  Ordentlich abkühlen lassen (oder im Kühlschrank bis zu 2 Tage lagern). Alle Zutaten von Hand vermischen – Achtung, das ist ein bisschen Patzerei, aber eine die sich lohnt. 2 Stunden bei Zimmertemperatur zur Gare stellen. Nach einer halben Stunde kurz durchkneten. Dann etwa 20 Stunden im Kühlschrank lagern. Zwei Fladen formen (nehmt dazu bemehlte Hände, der Teig klebt) und bei 250°C ca. 20-25 Minuten goldbraun backen.

PS: Das Original-Rezept haben wir wieder einmal auf unserem Lieblings-Brot Blog gefunden. Der Vorgang ist dort etwas aufwändiger, wir haben ihn vereinfacht und trotzdem ein tolles Ergebnis erzielt.

 



Kommentare

  1. Tabea

    Käse liebe ich auch.
    Leider aber genau die Sorte, die der Rest der Familie nicht mag. Da passiert es dann schon mal, dass ich das 400g Stück nicht schaffe, bevor es zu schimmeln beginnt 🙁
    Da ist so ein Käsefladen doch etwas, was ich mal in Betracht ziehen sollte!
    Liebe Grüße

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