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Mama, sag mal kennst du die Gastwirtschaft Stephan? Ein Restaurant-Tipp.

Wir, mein Liebster & ich, gehen gerne mal essen. Nicht ständig. Aber immer wieder gerne. Dabei sind wir, vor allem ich zugegeben, nicht sehr experimentierfreudig. Liegt auch daran, dass ich, wenn ich schon ausgehe, gerne weiß, dass alles super wird. So wie in unserem Stammlokal. Vor allem seit wir mit kleinen Kindern essen gehen.

Mit Kleinkindern im Restaurant

Ja, das kann durchaus zum Abenteuer werden. Und anstrengend. Weil zum Beispiel unsere große Kleine gar nicht einsieht, warum man in dem Restaurant jetzt nicht alle gedeckten Tische umräumen darf. Ist doch durcheinander viel schöner. Und ein deutliches „Nein“ derzeit vor allem ziemlich lautstarke Brüllerei erzeugt. Willkommen im Trotzalter, werden die einen jetzt meinen. Was für ein unerzogenes Kind, die anderen. Jedenfalls bedarf es, je nach Gemütslage des Nachwuchses, schon einer großen Portion Geduld & guter Laune auswärts essen zu gehen. Und warum auch immer, vor ein paar Tagen hatte ich richtig Lust dazu. Mein Liebster hat dann die Gastwirtschaft Stephan vorgeschlagen. Da sind wir schon einige Male vorbei gefahren und er hatte davon in der Zeitung gelesen. Außerdem liegt es von uns in Gehdistanz und ich hatte Lust auf einen Spaziergang. Also kurz angerufen, ob sie denn um 17:30 (ja, so früh gehen wir mit Kids zum Abendessen) noch ein Plätzchen für zwei Erwachsene und zwei Kinder hätten. Schon das Telefonat war eine Freude! So freundlich als würden wir uns bei Freunden ankündigen. Na dann, Unterhaltungsmaterialien für den Nachwuchs eingepackt und los…

Die Gastwirtschaft/Bar Stephan

Das Lokal liegt an der Schönbrunnerstraße und hat auch einen kleinen Gastgarten. Dieser liegt allerdings an der Straße und ist daher mit Kindern vielleicht nicht ganz so ideal. Drinnen sieht es mit den Holzvertäfelungen wie in einer typischen Gastwirtschaft aus. Wir werden freundlichst (!!!) begrüßt, man erinnert sich an das eben geführte Telefonat und schon wird ein passender Tisch für uns gesucht. An einem Ecktisch nehmen wir Platz und bekommen rasch unsere Getränke. Unsere Kleinste liebt es auf Löffeln zu lutschen, weshalb wir einen solchen serviert bekommen.

Die Karte ist klein, aber fein. Kindergerichte gibt es keine, aber uns werden diverse Möglichkeiten angeboten. Wir bzw eigentlich Juni entscheidet sich für Nudeln mit Butter und Parmesan. Mich lacht die Stosuppe an, die mich an meine Kindheit erinnert. Mein Liebster wählt Kalbszunge. Das Essen kommt schnell und die Suppe schön heiß! Mir ist das wichtig, kalt wird sie von alleine. Danach folgen Krautfleckerl für mich und Kalbsbackerl geschmort für meinen Mann. Beides köstlich. Zwischendurch wird mehrfach ein frischer Löffel für die Kleinste gebracht – kommentarlos und wahnsinnig freundlich. Beim Dessert trifft man vor allem den Geschmack meines Mannes – frische Buchteln mit Vanillesauce. Sie sind ein Gedicht!

Juni fragt, nach einer schweren Verletzung (ich glaube Julie hat ihren Finger berührt), nach einem Pflaster. Sofort bringt Nadine, unsere zauberhafte Kellnerin, deren Namen ich mir hoffentlich richtig gemerkt habe, zwei zur Auswahl. Sie lacht und plaudert mit uns auf eine so natürliche Weise, dass wir uns wie jahrelange Stammgäste fühlen. Das werden wir auch werden. 

Unser Fazit

Das Stephan ist kein typisches Familien- oder Kinderlokal, trotzdem sind Kinder hier gerne gesehen. Eventueller Lärm oder die Unordnung, die meine Kinder anrichten können, werden lächelnd akzeptiert, weil Kinder eben so sind. Das Essen ist vorzüglich und einfallsreich. Die Preise gehoben, aber angemessen. Besonders beeindruckt die unglaublich freundliche, charmante Mannschaft des Stephan. Allen voran die wunderbare Nadine, die leider nicht immer da ist! Oooooch…

Wenn Mama & Papa also in ein „Erwachsenenlokal“ wollen, in dem sie auch mit kleinen Kindern willkommen sind, dann ist man in der Gastwirtschaft Stephan zu 100% richtig!

Eure Junika-Mama Manu



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