Mama, sag mal, was gibt’s in den Kittenberger Erlebnisgärten? Ein Ausflugstipp.

Sonntag ist Familienzeit. Unser Papa arbeitet viel. Und auch wenn ich momentan daheim bin, ist es doch etwas anderes, wenn wir “alle” (unsere Hannah ist leider grad in der Sonne) unterwegs sind.  So haben wir uns am letzten Sonntag bewusst Zeit genommen und sind nach Schiltern bei Langenlois gefahren. Von Wien ist das ca. 1 Stunde entfernt. Unser Ziel? Die Kittenberger Erlebnisgärten.

Das Kamptal und seine Freuden

Wenn man erst von der Autobahn abgefahren ist und so in die Landschaft hinein fährt, kommt man schon ein wenig ins schwärmen. Die Landschaft ist hügelig, herrliche Grüntöne erfreuen das Auge und die Marillenbäume am Straßenrand verlocken zu Sünden. Langenlois selbst ist ein hübsches Dörfchen. Das nächste Mal werden wir hier übernachten. Hier sind große Winzer daheim! Für Weinliebhaber  ist das Kamptal ein Eldorado. Hier finden sich das Weingut Fred Loimer, Jurtschitsch und auch Bründlmayer, um nur 3 der bekannten Winzer zu nennen. Fährt man aus Langenlois raus, kommt man nach Schiltern und hier ist auch unser Ziel zu finden: die Kittenberger Erlebnisgärten.

Spaß und Abenteuer für Gartenfreunde & Kinder

Auf über 50.000 m² finden sich über 40 Schaugärten. Die unglaubliche Vielfalt an Möglichkeiten der Gartengestaltung wird hier angreif- und erlebbar. Von Mitte März bis Ende Oktober sind die Öffnungszeiten von Montag – Samstag von 09:00 – 18:00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10:00 – 17:00 Uhr. Kinder bis 4 Jahre zahlen keinen Eintritt, von 4-14 Jahren liegt der Eintrittspreis bei 6 € / Person und die Erwachsenen zahlen 9,90 € /Person. Und los geht’s!

Irgendwie musste ich an Ikea denken, mit seinen kleinen Wohnungs-Beispielen, nur noch besser. Kleine Gärten und große Gärten, Gärten mit wunderschönen Naturteichen, Gartenmöbeln aller Art und eine Pflanzenpracht, die ihresgleichen sucht! Die Wege sind mit Kies gestreut, lassen sich aber trotzdem gut mit dem Kinderwagen befahren. Am Wegesrand stehen Fitnessgeräte, die wir gleich ausprobieren. Eine hängende Klangorgel wird sofort gemeinsam mit Papa bespielt. Als nächstes wandern wir durch einen Irrgarten mit lustigen Gartenzwergen. Gartenzwerge bei der Arbeit, Gartenzwerge, die heiraten, Gartenzwerge, die baden und unglaublicherweise – eine Gartenzwerge Erotikecke mit strenger Kammer! Sachen gibt es… Papa findet sehr schnell den richtigen Weg und wir sind wieder draußen.

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Immer wieder gibt es zwischen den einzelnen Gärten kleine Spielplätze mit Rutsche oder Sandkisten. Eine Bio-Krabbelwiese hat vor allem unserer Kleinsten sehr gut gefallen. Das in der Wiese versenkte Trampolin macht Juni viel Spaß, sie ist kaum zum weitergehen zu bewegen. Es ist für uns Erwachsene sehr beeindruckend, was man alles in einem Garten machen kann. Die Beispiele sind so schön, dass wir Stadtpflänzchen uns sofort ein Haus mit Garten wünschen. Gerade jetzt ist die Blütenpracht ganz unglaublich! Die Pflanzen sind beschriftet und wir holen uns einige Ideen für die Begrünung unserer Terrasse im nächsten Jahr. Obwohl wir an einem Sonntag natürlich nicht alleine da sind, verläuft sich die Menge ganz gut und man hat das Gefühl einen herrlichen Spaziergang in der Natur zu machen.

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Ein Kinderparadies

Und dann sehen wir sie!! Die riesigen Rutschen! Nichts kann uns aufhalten, wir müssen sofort hin. Das Kinderareal ist riesig und so schön. Wir sind im Paradies. Bei einer kleinen Jausenstation tanken wir noch schnell neue Kräfte. Direkt daneben gibt es einen kleinen Stall mit Hasen, Ziegen und Ponys. Außerdem ein Karussell mit 3 Pferden auf dem Juni gleich einige Runden drehen muss. Dann geht es ab ins Abenteuer. Es ist schwer alles zu beschreiben, was es hier zu sehen gibt und ich bin überzeugt, wir haben bei weitem nicht alles gesehen. Neben klassischen Spielgeräten und Klettergerüsten wie man sie auch auf Spielplätzen findet, gibt es zum Beispiel eine riesigen Heuballen-Pyramide, die es zu erklimmen bzw unterirdisch zu durchqueren gilt. Rund um die riesigen Rutschen ist ein Paradies von Kletterwegen, Schaukeln, Netzen. Über Wackelbrücken gelangt man über einen kleinen Bach, an dessen Rand man Staudämme bedienen und mündet in einen kleinen Teich, der mittels Floß überquert werden kann. Hier baden kleine und große Kinder, das Wetter ist doch recht heiß.

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In einem großen Indianerzelt findet man Schatten und riesige Legosteine, mit denen fleißig gebaut wird. Juni ist kaum zum weitergehen zu bewegen. Gemütliche Bänke entlang aller Wege lade zum verweilen ein. Familien mit größeren Kindern können sich am Riesen-Mensch-ärgere-dich-nicht versuchen oder Bälle mit lachenden Gesichtern in einen hohen Korb werfen. Mich freut sehr, dass auch Spiele, die in meiner Kindheit viel Spaß gemacht haben, hier Platz finden. So gibt es eine Station mit Dosen werfen und eine andere in der ich mit Juni Sackhüpfen ausprobiere. Wir machen es uns zwischendurch auf einem Doppelbett mit Grasmatratze gemütlich und lassen die vielen Eindrücke auf uns wirken. Ein Gatsch-Spielplatz darf natürlich auch nicht fehlen und ist ebenso vertreten wie eine Schaukel, auf der Juni und ich gleich mal ein Weilchen schaukeln. Es gibt herrliche Beete mit verschiedensten Gemüsesorten und Beeren. Leider ist das pflücken der Früchte nicht erlaubt. Auf den Wiesen sitzen Familien, die sich ein kleines Picknick mitgebracht haben. Und ich weiß, ich wiederhole mich, aber trotz der vielen Menschen, fühlt man sich nicht beengt. Alles ist sehr idyllisch.

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Im Sommer gibt es viel Programm. Für Klein und Groß. Große können zum Beispiel viel Wissenswertes und Tipps und Tricks für ihren Kräutergarten lernen. Man kann Tiere füttern oder mit den Alpakas durch die Gärten wandern. Vom 6. Juli bis 7. August 2016 gibt es zusätzlich den Kinder.Musical.Sommer Niederösterreich, der mit dem Musical “Ritter Rost und Prinz Protz” in den Kittenberger Erlebnisgärten gastiert. Tickets dafür sichert ihr euch am besten hier.

Unser Fazit

Es war ein herrlicher Tag und ich bin sicher, wir haben bei weitem nicht alles gesehen und müssen unbedingt wieder kommen. Unserer Meinung nach war der Eintrittspreis sehr gut investiert und wir hatten viel Spaß. Und zwar alle. Mini Julie, Midi Juni, unsere Große Johanna und auch Papa und Mama. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch Großeltern sich hier wohl fühlen würden. Alles in allem ist es wirklich ein Familienparadies und auf jeden Fall einen Ausflug wert. Wer am Ende auf den Geschmack gekommen ist, kann beim rausgehen auch gleich noch Pflanzen oder diverses Gartenzubehör kaufen und mitnehmen.

Kennt ihr die Kittenberger Erlebnisgärten? Wie haben sie euch gefallen?

Alles Liebe eure Junika-Mama
Manu

PS: vielen DANK an Johanna, die den Tag für uns fotografisch festgehalten hat.

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