img_4539-3.jpg

Mama, sag mal, welche Hausmittel helfen bei Husten & Schnupfen?

Share this Post

Seit mehreren Wochen plagen uns alle möglichen Wehwechen wie Schnupfen, Husten, Ohrenschmerzen, Gliederschmerzen und ähnliches. Das ist für Groß & Klein sehr unangenehm. Irgendwie reicht es uns auch schon wirklich, aber wie sagt man? „Ein grippaler Infekt dauert mit Medikamenten 2 Wochen und ohne 14 Tage“. Blöder Spruch, ich weiß, aber leider trifft er meist zu.

Wie die meisten Eltern, geben auch wir den Kindern Medikamente nur dann, wenn sie wirklich notwendig sind. Auch für mich, die ich noch stille, ist es in den Erkältungszeiten nicht leicht. Ich darf einfach ganz viel nicht nehmen, was man sich sonst als Erwachsener ohne groß nachzudenken zur Besserung genehmigen würde. Darum habe ich in den letzten Wochen unheimlich viel recherchiert was Hausmittel angeht und habe einen reichen Schatz an Wissen zusammen getragen, den ich in einigen Beiträgen mit euch teilen möchte. Einiges davon haben wir selbst probiert, einiges kam noch nicht zum Einsatz. Die Wirksamkeit muss jeder für sich selbst feststellen.

Hausmittel für Schnupfen

Schnupfen ist ärgerlich. Eine verstopfte Nase trägt so stark zum Unwohlsein bei und lässt einen auch nicht gut schlafen. Um sich also besser zu fühlen, ist es wichtig wieder durchatmen zu können. Diese Hausmittel haben wir alle ausprobiert:

Viel Flüssigkeit – egal ob Schnupfen oder Husten, es ist wichtig, dass ihr bzw. eure Kinder viel Flüssigkeit zu euch nehmt. Hier bieten sich Kräutertees an. Bitte bei Babys/Kleinkindern auf die Inhaltsstoffe achten. Auch verdünnte Säfte, wie frisch gepresster Orangensaft, kommen dann bei uns zum Einsatz, weil irgendwann verweigern meine Kinder reines Wasser. Gerne essen wir dann auch Hühnersuppe, eigentlich auch ein Hausmittel. Ein Rezept findet ihr hier.

Inhalieren – Erwachsene können sich einfach über einen Topf mit heißem Wasser lehnen und ein großes Handtuch über den Kopf ziehen. Man kann dem Wasser Meersalz beigeben, manche geben auch gerne einen Brustbalsam dazu. Bei kleinen Kindern ist das dann schon schwieriger. Entweder ihr dreht im Badezimmer die Dusche ganz heiß auf, bis der Raum richtig schön dampft und setzt euch dann mit eurem Baby zum spielen rein. Oder ihr bereitet besagten Topf vor, legt über den Esstisch viel Decken und setzt euch mit Topf und Kindern in dieses kleine Zelt um ein bisschen zu kuscheln und zu lesen.

Zwiebeln – ob Zwiebelsäckchen oder aufgeschnittene Zwiebel neben dem Bett, sind Hausmittel, die auch wenn sie fürchterlich riechen, helfen in der Nacht durchzuatmen. Wichtig dabei, nicht zu nah ans Bettchen.

Meersalzlösung zum eintropfen – natürlich kann man auch zu abschwellenden Nasentropfen aus der Apotheke greifen. Wer dies nicht möchte, kann die Nase gut mittels Meersalzlösung behandeln. Das verflüssigt den Schleim und so löst es sich besser. In 1 Topf mit 1 Liter Wasser, einmal aufkochen lassen, kommen 2 Teelöffel Meersalz. Abkühlen lassen und in Pipetten-Fläschchen (aus der Apotheke) abfüllen. Ein ganz einfaches Hausmittel, doch sehr effektiv.

Engelwurzbalsam – wir besorgen uns diesen wohltuenden Balsam jedes Jahr. Er pflegt die Haut rund um die Schnupfennase und tut mit seinen ätherischen Ölen einfach wohl.

MamaAua Nase – auch dieses Produkt (aus Österreich) tut der Haut sehr gut und die enthaltenen ätherischen Öle werden auch von Babys schon gut vertragen.

Majoran-Butter – das ist ein altbewährtes Hausmittel, das auf und unter die Nase aufgetragen wird und schon bei Säuglingen angewendet wird. Hergestellt wird die Salbe aus 100g Ghee (wer möchte kann auch selbst Butter klären) und 1 Hand voll frischem Majoran inkl. Blüten. Ihr füllt das Ghee in ein Einmachglas und stellt es in ein Wasserbad. Nun kommen die Majoranblätter dazu. Jetzt wird 30 Minuten gerührt, das Ghee darf NICHT KOCHEN. So kommen die Wirkstoffe in die Creme. Die so hergestellte Flüssigkeit wird durch ein feines Mulltuch abgeseiht und in ein verschraubbares Glas gefüllt. Die Creme kann noch durch 5-6 Tropfen reines Majoranöl aus der Apotheke verfeinert werden und hält im Kühlschrank 1 Jahr.

Hausmittel bei Husten

Inhalieren – siehe bei Hausmittel für Schnupfen, auch eine Inhalation mit Salbei hat sich gut bewährt, weil Salbei reizlindernd wirkt.

Zwiebelsaft – ist ein natürlicher Hustensaft, der mit Kandiszucker oder Honig hergestellt wird. Dazu schneidet man eine große Küchenzwiebel in Scheiben und schichtet sie abwechselnd mit dem Zucker/Honig in ein Glas. Der Saft der entsteht wird abgeseiht und kann als Hustensaft eingenommen werden. Honig sollte nicht bei Kindern unter 2-3 Jahren genommen werden. Über den Geschmack lässt sich natürlich streiten, aber ein Hausmittel, das fast jeder kennt.

Schwarzer Rettich Hustensaft – der schmeckt etwas besser und wird von Kindern meist lieber eingenommen. Dazu braucht ihr einen schwarzen Rettich. Dem wird der Deckel abgeschnitten und dann wird er ausgehöhlt. In den Rettich kommen nun entweder Honig oder Kandiszucker, dann wird er mit dem Deckel wieder verschlossen und 1/2 Tag an einem warmen Ort stehen gelassen. Der entstandene Saft wird abgeseiht und als Hustensaft eingenommen.

Viel Flüssigkeit – auch hier hilft viel trinken. Bewährt haben sich zum Beispiel Fenchel, Anis und Thymian als Hustenteemischungen.

Zitronen-Honig – für Erwachsene oder auch größere Kinder empfiehlt sich 1 Teelöffel Honig, darauf wird etwas frisch gepresster Zitronensaft geträufelt. Den Zitronen-Honig nun langsam im Mund zergehen lassen. Ein Hausmittel, das vor allem bei Reizhusten sehr gut hilft.

Zwiebel-Schmalz-Wickel – Zwiebel haben eine hohe entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung. Für diesen Brustwickel wird eine große Zwiebel aufgeschnitten und in erwärmten Schweineschmalz (laut Oma unerlässlich für dieses Hausmittel) etwas angeröstet. Diese Mischung wird auf einem Tuch verteilt und dann möglichst warm, aber VORSICHT VOR VERBRENNUNGEN, auf die Brust gegeben. Mehrere Tücher darüber verteilen und so lange liegen bleiben, bis es abgekühlt ist.

Kartoffel-Wickel – wirkt wärmend und schleimlösend. 5-6 ungeschälte mehlige Kartoffeln kochen und auf einem Mulltuch zerdrücken. So warm wie möglich (VORSICHT VOR VERBRENNUNGEN) auf die Brust auflegen und bis zum abkühlen liegen lassen.

So, das war es für heute! Das nächste Mal erzähle ich euch über Hausmittel bei Fieber, Hals- und Ohrenschmerzen.

Bleibt gesund!

Eure Junika-Mama

Manu

 



Kommentare

    1. Author
      Junika

      Liebe Bernadette, das ist ein tolles Kompliment – wir freuen uns, dass wir ein Teil deines Alltags sein dürfen :-) Alles Liebe und Gute für 2017, deine Junika Mama Eva

Hinterlasse einen Kommentar