Rhabarber_Schnecken

Rhabarber-Schnecken: Die rosa Verführung

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Ich liebe Rhabaraber. Aufmerksame Junika-LeserInnen wissen es längst – wenn der Frühling kommt, sind wir an der Rhabarber-Front zu finden. Dieses zart-rosa Gemüse macht mir auf vielerlei Gründen besondere Freude. Erstens läutet es für mich den Frühling ein und zweitens liebe, liebe, liebe ich die Farbe und den fruchtig-sauren Geschmack, der die Zunge so herrlich kitzelt. Außerdem ist Rharbarber eine wahre Minaeralstoff und Vitamin Bombe. Alles wunderbare Gründe dieses Gemüse, das oft mit Obst verwechselt wird, zu verarbeiten und in vielen Varianten zu genießen. Einige wollen wir Euch in den kommenden Wochen vorstellen oder in Erinnerung rufen – so wie unsere bisher vorgestellten Rezepte.

Rhabarber: Der rosarote Sonnenanbeter

Rhabarber ist richtiger ein Sonnenanbeter. Für die Anpflanzung eignet sich daher ein sonniger, nährstoffreicher Platz in lehmig-sandigem Boden – optimalerweise in der Nähe eines Komposthaufens. Im Schatten produziert die Pflanze zu viele Nitrate und die Stängel verlieren ihren aromatischen Geschmack. Also her mit den wärmenden Plätzen. Und dem wunderbaren Rhabarber. Aktuell kann man ihn sogar schon auf den Märkten in Bio-Qualität entdecken. Für uns natürlich ein Muss.

Vor kurzem hatte ich mir ein Rezept gemerkt, dass ich unbedingt ausprobieren wollte und ich kann euch sagen: Es hat uns hervorraegend gemundet und machte sich sogar als Jause unterwegs sehr gut. Das eine oder andere habe ich aufgrund von Zeitmangel abgewandelt, was dem Ergebnis keinen Abbruch tat.

Rhabarber-Schnecken (eine Tortenform, 26 cm)

Rhabarber-Ragou (Füllung)

8 Stangen Rhabarber (junger ungeschält
3 El Zucker bzw. nach Geschmack
2 Tl Speisestärke
Mark einer Vanilleschote, optional

Den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Den Rhabarber in kleine Stücke schneiden und mit dem Zucker, der Vanille und der Speisestärke vermengen. Ab ins Rohr und etwa 25 Min weich dünsten lassen. So schmeckt das Ragout bereits hervorragend auf den Sonntagsstriezel.

Schnecken-Teig

Water-roux (das Kochstück kann am Vorabend vorbereitet werden, im Kühlschrank aufbewahren)
70 g Wasser
70 g Vollmilch
30 g Mehl

Teig
Water-roux
500 g Mehl
20 g Milchpulver
1 3/4 Tl Salz
1 El Trockenhefe
170 g Milch, lauwarm
2 Eier

Zusätzliche Füllung (optional, wir mochten es sehr)
85 g Butter, geschmolzen (optional bzw. darf abgeändert werden!)
Zucker, nach Geschmack
1 Tl gemahlener Ceylon-Zimt bzw. nach Geschmack

Ei-Gemisch zum Bepinseln

Zunächst das Kochstück (water-roux) vorbereiten. Dafür die Zutaten in einem Topf vermengen und unter rühren aufkochen bis es eindickt und glasig-milchig wird. Abkühlen lassen. Dann sämtliche trockene Teig-Zutaten in eine Rührschüssel geben und nach und nach die nassen Zutaten dazugeben. Hier braucht man wirklich Geduld – der Teig ist sehr nass und ich musste ihn bestimmt 10 Minuten auf mittlerer Stufe (Kitchen Aid) kneten lassen, bevor er eingermaßen homogen war. Dann an einem warmen Ort etwa 1 Stunde  gehen lassen.Dann den Teig halbieren und zu länglichen Zungen auswalken. Mit dem Ragout (ordentlich) bestreichen und mit der Butter-Zucker-Zimt Mischung beträufeln/bestreuen. Von der langen Seite her aufrollen und in gleichgroße Stücke schneiden Mit der Schnittfläche nach oben nebeneinader in die ausgebutterte Tortenform legen. Nochmals 30 Minuten gehen lassen. Mit dem Eigemisch bepinseln und bei 180 Grad Ober-Unterhitze etwa 40 Minuten backen. Im Original-Rzept stand 25 Minuten, da waren sie bei mir noch roh. Ich hätte sie auch rechtzeitig abdecken sollen, so wurden meine etwas dunkel, was aber gemacklich keinen Abbruch tat.

Weitere Rhabarber-Rezepte

Rhabarber-Streuselkuchen

Schokomuffins mit Rhabarber-Füllung

 

 



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