Zuckerfreie Himbeermarmelade: Ein Sommertraum

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Die Abkühlung ist endlich da, keine Zeit zu verlieren, um (zuckerfreie) Himbeermarmelade ein zu kochen. Danke, liebe Annett, dass Du deine Urlaubs-Impressionen mit uns teilst und Du vor allem so fleißig warst. Aber wie immer hat Annett nicht nur ein Rezept für uns, sondern auch praktische Tipps rund um das Thema ….

Gastbeitrag: Annett Theml, Mama, Einkocherin und Tausendsassa

Aus Omas Garten

Wir durften gerade 2 fantastische Wochen am Bodensee bei Oma und Opa genießen. Unsere Kleine hat eindeutig den grünen Daumen der Oma geerbt und so war schon kurz nach dem Aufstehen das große Gießen und dann vor allem das Ernten an der Reihe. Abgesehen davon, dass wir in dieser Zeit mal wieder festgestellt haben dass Bio aus dem eigenen Garten eben doch noch mal um Welten besser schmeckt als Bio aus dem Laden, konnte ich mich in der gewonnen Freizeit ganz dem Experimentieren und Ausprobieren widmen. Deswegen los geht’s, an die Töpfe, heute gibt es Zuckerfreie Marmelade!

Ihr braucht:

500 g Himbeeren (oder auch Marillen, Brombeeren, Stachelbeeren, Zwetschgen, Feigen….)
½ TL Zitronensaft
2 TL AgarAgar
einen großen Topf
ein feines Sieb
einen Kochlöffel aus Holz
3-4 kleine Einmachgläser (125 ml)

Himbeeren bei niedriger Flamme mit dem Zitronensaft (für die Farbe) zum Köcheln bringen. Wenn die Früchte am Zerfallen sind, werden sie durch das Sieb passiert, damit die Körnchen draußen bleiben. Fitness-Studio kann man sich an dem Tag übrigens sparen. Dann wieder in den Topf mit der Masse, mit dem mit etwas Wasser angesetzten AgarAgar noch mal Kräftig aufkochen für ca. 2 min (Packungsanleitung beachten) und dann in die frisch ausgekochten gut abgetrockneten Gläser füllen (Das kann eine heiße Angelegenheit sein). Sofort mit dem Schraubverschluss verschließen und Kopfüber auf ein Küchentuch zum Auskühlen stellen. Durch das auf den Kopf stellen wird das Vakuum verstärkt und die Haltbarkeit verlängert. Bei uns hält sich die Marmelade locker 1 Jahr, nach dem Öffnen halt ab in den Kühlschrank und dann möglichst zügig verbrauchen.

Tip 1: Unbedingt passieren. Kocht man Marmelade mit Zucker, fallen die Körnchen weniger auf. Ohne Zucker und unpüriert muss man in jedem Fall nachsüßen beim einkochen, das geht zum Beispiel mit Reissirup. Habe extra beides ausprobiert und kann Euch nur die pürierte Version empfehlen.

Tip 2: Gelierprobe machen, das heißt vor dem Abfüllen ein oder zwei Esslöffel auf eine Untertasse geben und kurz in den Kühlschrank. Nach 4-5 Min sieht man das Ergebnis und kann ggf. noch mal etwas AgarAgar zugeben oder auch mit Wasser oder Saft verdünnen – abschmecken nicht vergessen.

Tip 3: Reissirup bereithalten. Für die Himbeermarmelade war es in pürierter Form nicht notwendig, bei den Stachelbeeren hat ein guter Schuß aber nicht geschadet J.

Tip 4: Marillen kurz mit heißen Wasser übergießen und Schälen vor dem einkochen – schmeckt einfach besser.



Kommentare

  1. Jenny

    Selbstgeerntetes (was ein komisches Wort) und selbstgemachtes schmeckt einfach am besten…IMMER! Egal ob Kuchen, Marmelade, Brot oder ähnliches. Toll das euer Kind das miterleben kann und es vor allem selbst genießt!
    LG Jenny

    1. Author
      Junika

      Liebe Nadine, grundsätzlich wäre es möglich, wir kennen einige Eltern, die schon im ersten Jahr mit Reissirup gebacken und gekocht haben. Wir haben im ersten Jahr darauf verzichtet, weil es uns wichtig war, den ursprünglichen Geschmack von Lebensmitteln zu vermitteln. Gesüßt haben wir bspw mit der Süße aus Früchten (Bananen, Datteln etc). Aber das ist keine “Regel”. Jede Mama muss für ihre Familie entscheiden, wie sie das handhaben will. Wir glauben auch, dass die Dosis das Gift macht. Die Marmelade zum Beispiel ist, wenn man nicht wirklich die süßesten Früchte der Welt hat, ohne Reissirup wirklich sauer, das kann man mit Reissirup gut regulieren. Wir wollen für unsere Kinder einfach keine sinnlos übersüßten Lebensmittel – in diesem Fall sehe ich also kein Problem, weil es eher ums abrunden, als um wirkliche süßen geht. Hoffe, die Antwort hat Dir ein bisschen geholfen, alles Liebe, Junika Mama Eva

    1. Author
      Junika

      Liebe Irina, danke für dein Feedback. Solltest Du sie ausprobieren, freuen wir uns, wenn Du deine Erfahrungen mit uns teilst. Alles Liebe, Junika MamaEva

  2. Irina

    Ich hab das Rezept mit Marillen und ein weiteres Mal mit Erdbeeren gemacht und etwas Fruchtzucker dazu gegeben. Hat super geklappt 🙂 Wurde schön “fest” und hat die tolle Farbe behalten.

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