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Zwetschken-Beeren-Crumble und gute Laune

Bei uns war es jetzt eher ein wenig ruhig am Blog. Das lag zum einen daran, dass ein Teil von Junika im Urlaub war und zum anderen daran, dass ich nun schon seit mehreren Wochen wie im Lazarett lebe. Meine Kinder sind immer wieder krank. Die Kleinste dürfte dabei abkriegen und austragen, was die Größere aus dem Kindergarten heimbringt. Wobei auch sie über längere Zeit krank war mit Schnupfen, Husten, Magen-Darm-Geschichten und was die derzeitige Virenlandschaft sonst noch zu bieten hat. Immer wieder stecken sie sich gegenseitig an. Es ist anstrengend und um ganz ehrlich zu sein, auch echt nervig.

Ständig sagen wir was ab. Treffen mit anderen Kindern und sogar kleine Urlaube, die geplant waren. Man will ja keinen anstecken. Und mit weinerlich kranken Kindern ist es am Spielplatz auch nur die halbe Freude! Aber das soll jetzt hier nicht zu einem Jammerpost ausarten, denn meine gute Laune verliere ich trotzdem nicht!

Was tun, wenn man mit Kleinkindern längere Zeit daheim ist?

Allen Eltern ist bestimmt das Wort „Lagerkoller“ in Verbindung mit kranken Kindern ein wohl bekannter Begriff. Irgendwann hat man alle Bücher gelesen und das 100. Legohaus gebaut. Wenn man mehrere Tage in den eigenen 4 Wänden verbringen muss, braucht es nach einiger Zeit schon ein nettes Unterhaltungsprogramm. Wir malen dann gerne, mit Händen & Füßen, auf Papier oder auch Leinwänden oder wir malen Steine an, die wir bei einem Spaziergang gesammelt haben. Auch gemeinsames Basteln kann sehr unterhaltsam sein. Hier findet ihr eine Linksammlung mit Basteltipps für Kleinkinder.

Meine Kinder singen auch gerne. Die Kleinste (9 Monate) natürlich noch nicht, aber sie lässt sich dadurch sehr gut unterhalten. Und Juni liebt es zu singen und zu tanzen. Wir üben dann kleine Choreographien ein und führen sie dem Rest der Familie vor.

Hier sind außerdem Riesen-Puzzles für den Boden sehr beliebt und was immer geht, wenn zum Beispiel auch Fieber mit dabei und damit körperliche Action nicht so gut ist, sind Fotos. Fotos in Alben oder am Ipad oder ähnlichem anzusehen, macht Juni riesigen Spaß! Wir haben auch schon ganze Fotostrecken am Boden ausgelegt und ich musste dann eine Geschichte dazu erzählen.

Wenn man nicht so recht zum einkaufen kommt und trotzdem Lust auf Nachspeise hat

Da wir länger daheim waren und ich wenig Zeit hatte, mal richtig einkaufen zu gehen, hatten wir wenig zum backen daheim in den letzten Tagen. Als mich dann eine unheimliche Lust auf eine Leckerei überfiel, durchsuchte ich verzweifelt die Küchenschränke nach Zutaten, die ich verarbeiten könnte. So richtig wusste ich auch nicht, was ich wollte. Kennt ihr das?

Im Kühlschrank fanden sich dann noch einige Beeren, ebenso wie auf unserer Terrasse und in der Obstschale lagen Zwetschken, die dringend gegessen werden mussten. Eier oder Ei-Ersatz hatte ich keinen zur Hand, womit mein üblicher schneller Obst-Blechkuchen leider ausfiel. Aber so leicht gebe ich nicht auf und so kam mir die rettende Idee, die ich hier nun mit euch teilen möchte. Einfach. Schnell. Schmackhaft. Zuckerfrei. Für Kinder, Familien und auch Gäste herrlich geeignet.

Zwetschken-Beeren-Crumble

5-6 Zwetschken

300 g Heidelbeeren

100 g Brombeeren

200 g Ribisel

70 g Hafer-oder Dinkelflocken

50 g Dattelsüße

25 g Mandelmehl

25 g Kokosmehl

30 g Dinkelkuchenmehl

125 g zerlassene Butter

Ihr könnt das Obst natürlich variieren und je nach Geschmack und dem was zur Verfügung steht, austauschen. Auch beim Mehl muss man nicht auf 3 Sorten zurück greifen. Ich habe lediglich die Chance genützt gleich Reste zu verwerten. Auch Nüsse machen sich sicher gut.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Obst erst waschen und dann in eine Auflaufform legen, ich habe die Zwetschken in Spalten geschnitten. Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermengen, die zerlassene Butter darüber gießen und mit den Fingern verkrümeln. Die besagten Krümel = Crumbles nun über das Obst streuen und die Auflaufform für ca. 20 Minuten in den Ofen schieben. Fertig ist es, wenn der Obstsaft schöne Blasen macht und der Crumble schön knusprig goldbraun ist. Falls der zu schnell braun wird, könnt ihr das ganze mit Backpapier abdecken, dann kann das Obst noch etwas garen, aber die Knusperschicht wird nicht zu dunkel.

Lauwarm schmeckt diese Leckerei am allerbesten!

Teilt doch eure Tipps für kranke Kleinkinder mit uns und erzählt, was bei euch am besten ankommt.

Ein schönes Wochenende und viel Gesundheit,

eure Junika-Mama Manu



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